Elektroauto fahren wird besonders günstig, wenn der Strom nicht aus dem Netz kommt, sondern vom eigenen Dach. Doch wie groß ist der finanzielle Vorteil wirklich? Und was kostet das Laden eines E-Autos mit Solarstrom im Vergleich zu Netzstrom oder öffentlichen Ladesäulen?
In diesem Artikel zeigen wir anhand konkreter Zahlen, wie viel das Laden mit Solarstrom 2025 kostet, welche Ersparnis realistisch ist und welche Technik dafür nötig ist – inklusive Praxisrechnungen für typische Haushalte.
1. Warum Solarstrom fürs E-Auto 2026 besonders attraktiv ist
Mehrere Entwicklungen machen die Kombination aus Photovoltaik und E-Auto aktuell besonders sinnvoll:
- hohe Strompreise aus dem Netz (30–40 Cent/kWh)
- sehr niedrige Einspeisevergütung
- PV-Anlagen erzeugen tagsüber günstigen Strom
- E-Auto-Batterien sind große, flexible Stromspeicher
Jede Kilowattstunde Solarstrom, die direkt ins Auto fließt, spart bares Geld.
2. Kostenvergleich: Was kostet das Laden pro 100 km?
Um die Unterschiede greifbar zu machen, rechnen wir mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 18 kWh pro 100 km.
Solarstrom (Eigenverbrauch)
- Erzeugungskosten PV: ca. 8–12 Cent/kWh
- Kosten pro 100 km: ca. 1,50–2,20 €
Netzstrom zu Hause
- Strompreis: ca. 35 Cent/kWh
- Kosten pro 100 km: ca. 6,30 €
Öffentliche Ladesäule
- AC-Laden: 45–55 Cent/kWh
- DC-Schnellladen: 60–80 Cent/kWh
- Kosten pro 100 km: 8–14 €
Fazit: Solarstrom ist mit Abstand die günstigste Art, ein E-Auto zu laden.
3. Jahresrechnung: Wie viel lässt sich realistisch sparen?
Beispiel: 15.000 km Fahrleistung pro Jahr
- Strombedarf: ca. 2.700 kWh/Jahr
| Ladeart | Jahreskosten |
|---|---|
| Solarstrom | ca. 250–300 € |
| Netzstrom | ca. 950 € |
| Öffentlich | 1.300–2.000 € |
Jährliche Ersparnis gegenüber Netzstrom: rund 650–700 €
Gegenüber öffentlichem Laden: oft über 1.000 €
4. Welche Voraussetzungen braucht man?
Um das E-Auto sinnvoll mit Solarstrom zu laden, sind folgende Komponenten wichtig:
- Photovoltaikanlage
- E-Auto mit einstellbarer Ladeleistung
- PV-fähige Wallbox
- Energiemanager oder intelligente Steuerung
Optional, aber hilfreich: ein Batteriespeicher.
5. PV-Überschussladen vs. „einfach laden“
Einfach laden
- Wallbox lädt mit fixer Leistung
- Netzstrom wird oft beigemischt
- geringer Solaranteil
PV-Überschussladen
- Ladeleistung passt sich der PV-Erzeugung an
- maximaler Eigenverbrauch
- deutlich geringere Kosten
Wer Solarstrom optimal nutzen will, kommt an Überschussladen kaum vorbei.
6. Praxisbeispiel 1: Pendler mit PV-Anlage
- 10 kWp PV-Anlage
- kein Speicher
- Homeoffice an 2–3 Tagen/Woche
Das Auto wird tagsüber geladen, wenn die Sonne scheint. Rund 70 % des Ladestroms stammen direkt vom Dach.
Ersparnis: ca. 500–700 € pro Jahr.
7. Praxisbeispiel 2: Familie mit Speicher
- 12 kWp PV-Anlage
- 10 kWh Batteriespeicher
- E-Auto wird abends geladen
Der Speicher puffert Solarstrom für den Abend. Der PV-Anteil am Ladestrom liegt bei rund 50–60 %.
Ersparnis: ca. 400–600 € pro Jahr – plus mehr Autarkie.
8. Typische Denkfehler
- „Mein Auto lädt immer mit 11 kW“ – viele Fahrzeuge können auch niedriger
- „Speicher ersetzt Überschussladen“ – stimmt nur teilweise
- „Wallbox ist Wallbox“ – PV-Funktion ist entscheidend
Eine falsche Wallbox kann den Solarvorteil deutlich reduzieren.
9. Empfohlene Technik (Beispiele)
PV-fähige Wallbox
- MISST PV-ÜBERSCHUSS – leitet die Daten an die connect series Wallboxen (connect.home, connect.solar und connect.business) für das PV-Überschussladen. In Kombination mit dem integrierten Solarmanager der Wallbox connect.solar ist auch dann PV-Laden möglich, wenn der Solarertrag niedrig ist.
- KOSTEN SPAREN – Mit dem PowerMeter ist ein kostspieliges Home Energy Management System nicht nötig.
- ROBUST UND KOMPAKT – Aus glasfaserverstärktem Polyamid. Abmessungen ohne Stecker: 88 x 35 x 65 mm. Kabeldurchmesser 3,8 mm und Kabellänge 1 m.
Passendes Zubehör (Typ-2-Ladekabel)
- Schnellladen: Das Ladekabel unterstützt Schnellladen und ermöglicht Ihnen so, Ihr Elektrofahrzeug schnell und effizient aufzuladen. Verbringen Sie weniger Wartezeit und mehr Zeit unterwegs.
- Vielseitige Kompatibilität: Dieses Kabel ist mit allen Elektrofahrzeugen mit Typ-2-Ladestandard kompatibel und gewährleistet so umfassende Kompatibilität und Flexibilität.
- Premium-Qualität: Das Ladekabel besteht aus langlebigen und robusten Materialien und hält dem täglichen Einsatz stand. Es verfügt über hochwertige Kupferdrähte und eine verstärkte Isolierhülle für hervorragenden Schutz vor Verschleiß.
- Benutzerfreundliches Design: Dank ergonomischer Griffe und benutzerfreundlicher Anschlüsse gelingt das An- und Abstecken Ihres Elektrofahrzeugs mühelos. Das flexible und verwicklungsfreie Design des Kabels sorgt für einfache Aufbewahrung und Handhabung.
- Verbesserte Sicherheit: Dieses Ladekabel verfügt über erweiterte Sicherheitsfunktionen, darunter Überspannungsschutz, Überstromschutz und Kurzschlussschutz, sodass Sie Ihr Elektrofahrzeug unbesorgt laden können.
10. Fazit: Lohnt sich das Laden mit Solarstrom?
Ja – und zwar deutlich. Wer ein E-Auto besitzt und Solarstrom nutzt, fährt 2025 günstiger als je zuvor. Schon bei moderater Fahrleistung lassen sich mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.
Mit einer passenden Wallbox und der richtigen Steuerung wird das E-Auto zum idealen Abnehmer für überschüssigen Solarstrom – wirtschaftlich, nachhaltig und zukunftssicher.
Dr. Jens Bölscher ist studierter Betriebswirt mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Er promovierte im Jahr 2000 zum Thema Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft und hat zahlreiche Bücher und Fachbeiträge veröffentlicht. Er war langjährig in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt 14 Jahre als Geschäftsführer. Seine besonderen Interessen sind Innovationen im IT Bereich.