Viele E-Auto-Fahrer kennen das Problem: Man lädt 50 kWh in die Batterie, doch an der Ladesäule wurden 58 kWh berechnet. Oder das Laden dauert plötzlich viel länger als erwartet – und die Kosten steigen. Der Grund dafür sind Ladeverluste und die Ladekurve, zwei zentrale Faktoren, die darüber entscheiden, wie effizient ein Elektroauto Energie aufnimmt.
Dieser Artikel erklärt verständlich, wo Ladeverluste entstehen, warum Ladekurven so unterschiedlich ausfallen und wie Sie mit einfachen Maßnahmen jährlich 100–300 Euro an Stromkosten sparen können.
1. Was sind Ladeverluste?
Beim Laden eines Elektroautos geht immer ein Teil der Energie verloren. Der Strom, der an der Säule gemessen und berechnet wird, ist nicht identisch mit dem, was in der Batterie ankommt. Typische Ladeverluste:
- AC-Laden (Wallbox/Schuko): 8–18 % Verlust
- DC-Laden (Schnelllader): 3–10 % Verlust
- Kabelverluste: bis 3 %
- Temperaturverluste: besonders bei kaltem Akku
- Batteriemanagement/Heizung: 1–5 %
Ein Ladeverlust entsteht durch:
- Wärmeentwicklung im Akku
- Ineffizienten Onboard-Charger
- Batterieheizung / Vorkonditionierung
- Lange Ladezeiten bei kleiner Leistung
Wichtig: Ladeverluste zahlt immer der Fahrer – nicht der Betreiber.
2. Warum AC-Laden höhere Verluste hat als DC-Laden
Der größte Unterschied zwischen AC und DC ist der Ladeweg:
2.1 AC-Laden (Wechselstrom, z. B. 11 kW Wallbox)
Hier läuft der Strom durch den internen Onboard-Charger des Autos. Dieser wandelt AC in DC um – und dabei entstehen Verluste. Je nach Auto ist der Onboard-Charger mehr oder weniger effizient.
Typische AC-Verluste: 10–18 %.
2.2 DC-Laden (Gleichstrom, z. B. 50–350 kW Schnelllader)
Der Strom fließt direkt in die Batterie – die Umwandlung findet im Ladegerät der Station statt, nicht im Auto. Daher ist DC oft effizienter.
Typische DC-Verluste: 3–10 %.
Beispiel: Tesla Model 3 LFP: DC meist ca. 5–7 % Verlust.
Hyundai Ioniq 5: DC meist ca. 6–8 % Verlust.
3. Was ist die Ladekurve – und warum ist sie so wichtig?
Die Ladekurve beschreibt, wie viel Leistung das Auto bei verschiedenen Akkuständen (SoC – State of Charge) aufnehmen kann. Jede Batterie hat eine individuelle Ladekurve.
Eine typische Ladekurve besteht aus drei Phasen:
- Peak-Phase (10–30 %): maximale Ladeleistung, z. B. 120 kW
- Plateau (30–60 %): stabile Leistung, z. B. 80–100 kW
- Abfallphase (ab 60–70 %): Ladeleistung sinkt drastisch, z. B. 20–40 kW
Warum fällt die Ladeleistung ab?
Ab ca. 60–70 % muss die Batterie geschützt werden, sonst würde die Spannung zu hoch steigen. Der Ladevorgang wird daher gedrosselt.
Konsequenz: über 80 % zu laden ist teuer und ineffizient – besonders bei NMC-Akkus.
4. Die größten Faktoren für Ladeverlust
4.1 Temperatur (der größte Faktor!)
Bei kaltem Akku (unter 15 °C) verpflichten viele Autos die Batterieheizung. Das kann 1–5 kWh zusätzlich verbrauchen.
Schlimmster Fall: Schuko-Laden bei 0 °C → bis zu 25 % Ladeverlust.
4.2 Schuko-Laden / 2,3 kW
Laden mit niedriger Leistung führt zu langen Ladezeiten → mehr Wärmeverluste → mehr Energieverbrauch durch Onboard-Charger → deutlich höhere Verluste.
Schuko ist die ineffizienteste Lademethode.
4.3 Billige oder zu lange Ladekabel
Hohe Widerstände im Kabel können 1–3 % Verlust verursachen.
4.4 Onboard-Charger (Effizienz schwankt stark)
- Tesla: sehr effizient (92–94 %)
- VW MEB: mittel (88–92 %)
- Hyundai/Kia: gut (92–94 %)
- Französische Hersteller: teilweise nur 85–90 %
4.5 Batteriechemie
LFP-Akkus laden bei Kälte schlechter, benötigen oft mehr Heizenergie.
NMC-Akkus sind empfindlicher bei hohen Temperaturen.
Tipp: interner Link auf deinem Blog:
➡️ LFP vs. NMC – Erklärung & Vergleich
5. So vermeiden Sie unnötige Stromkosten – die wichtigsten Tipps
5.1 Laden Sie zwischen 20–70 % (Ausnahme: LFP)
In diesem Bereich ist die Ladekurve am effizientesten. Alles darüber kostet Zeit und Geld.
5.2 Akku nicht kalt laden
Laden bei 0–5 °C kann 3–10 kWh Zusatzverbrauch auslösen.
- Im Winter direkt nach der Fahrt laden
- Auto nicht über Nacht auskühlen lassen
- Thermomanagement aktivieren (falls vorhanden)
5.3 Nutzen Sie 11-kW-Wallbox statt Schuko
Eine Wallbox reduziert Ladezeit, Verluste und Wärmeerzeugung.
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5.4 Hochwertige Typ-2-Kabel verwenden
Billige Kabel haben höheren Widerstand → mehr Verlust.
5.5 Vorkonditionierung nutzen (Tesla, Hyundai, VW, BYD)
Die Batterie wird vor dem Schnellladen auf optimale Temperatur gebracht. Das reduziert Ladezeit und Verluste.
5.6 Möglichst nicht über 80 % laden (außer bei LFP!)
Die Ladeleistung bricht ab 80 % massiv ein.
- NMC: bis 80 % laden
- LFP: bis 100 % ok
5.7 Ladekurve Ihres Autos auslesen
Mit einem OBD2-Adapter können Sie Ladeleistung, Spannung und Verluste analysieren:
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6. Rechenbeispiele: Wie viel Geld geht wirklich verloren?
Beispiel: AC-Laden mit 15 % Verlust.
Sie zahlen: 40 ct/kWh
Sie laden am Auto an: 50 kWh
Tatsächlich berechnet werden: 50 kWh / 0.85 = 58,8 kWh
Kosten:
58,8 × 0.40 = 23,52 €
statt
20,00 €
Jährlicher Mehrkosten: 350–450 € (bei 12.000 km/Jahr)
7. Ladeverlust nach Batteriechemie: LFP vs. NMC
LFP:
- beste Effizienz bei milden Temperaturen
- hohe Verluste im Winter (Heizbedarf)
- darf auf 100 % geladen werden → reduziert Ladezyklen
NMC:
- zu hohe Temperaturen gefährlich
- bei Kälte oft bessere Leistung
- ab 80 % stark ineffizient
8. Ladekurvenbeispiele verschiedener Hersteller
8.1 Tesla Model 3 LFP
- Peak: 170 kW
- Plateau: 90–110 kW
- Unter 20 %: schnell
- Über 80 %: stark fallend, aber ok für Alltag
8.2 VW ID.3 / ID.4
- Peak: 135 kW
- Plateau: 80–110 kW
- Ab 60 %: klarer Abfall
8.3 Hyundai Ioniq 5 (800V)
- Peak: 220 kW
- Plateau: 180–220 kW
- Ab 80 %: leichter Abfall
Bestes DC-Ladeverhalten am Markt.
9. Zubehör, das Ladeverluste reduziert
Wallbox
- Wallbox möchte die Art und Weise der Energienutzung auf der Welt ändern! Unsere hochmodernen E-Auto-Ladelösungen für Haushalte, Unternehmen und Städte bieten nachhaltigere Möglichkeiten, die Energie zu nutzen und zu teilen. Finden Sie heraus, welche Lösung für Sie die richtige ist!
- Produktmerkmale Ladeleistung von 1,4 kW bis 7,4 kW bei einphasigen Anlagen oder von 4,2 kW bis 22 kW bei dreiphasigen Installationen. *Beachten Sie, dass die maximale Ladeleistung auch von der Kapazität Ihrer Autobatterie und vom Stromkreis in Ihrem Haus oder Gebäude abhängt.
- Sie können Ladesitzungen planen, Energietarife außerhalb der Spitzenzeiten nutzen, den Ladezustand überwachen und vieles mehr. Neue Software-Updates werden neue Funktionen anbieten!
- Installation. Unsere zertifizierten Installationspartner können sicherstellen, dass der Pulsar Plus korrekt und sicher installiert wird. Die Installateure wurden von unserem Team fachkundiger Ingenieure geschult.
- Der Wallbox-Energiezähler verbessert Ihren Pulsar Plus, so dass er den gesamten Energiefluss überwachen kann und Sie Zugriff auf neue intelligente Funktionen haben. Aktivieren Sie unsere dynamische Lademanagementlösung, um Stromausfälle und überraschende Stromrechnungen zu vermeiden. Damit wird der Energieverbrauch Ihres Haushalts kontinuierlich gemessen und die Ladung automatisch an Ihr Elektrofahrzeug entsprechend der lokalen Netzkapazität angepasst.
Typ-2-Kabel
- Breite Kompatibilität: Das EVDANCE Typ 2 Ladekabel ist mit den meisten Elektrofahrzeugen kompatibel, die über einen Typ 2-Einlass verfügen, was es zu einer vielseitigen Wahl für EV-Besitzer macht. Dies bedeutet, dass das ladekabel typ 2 in mehreren Fahrzeugen verwendet werden kann, was es zu einer hervorragenden Investition für diejenigen macht, die mehr als ein EV/PHEV besitzen
- Bequemlichkeit: Mit dem EVDANCE Typ 2 Ladekabel 11kW können Sie Ihre Autos überall dort aufladen, wo es eine kompatible Ladestation oder Wallbox gibt. Dies bietet Ihnen den Komfort, die Batterie Ihres Autos aufzuladen, während Sie Besorgungen machen oder auf Reisen sind.
- Schnelles Aufladen: Das ladekabel elektroauto typ 2 kann je nach Fahrzeug und Ladestation eine Leistung von bis zu 11 kW liefern. Dies ermöglicht schnelle Ladezeiten, sodass Sie mit vollen Akkus schnell wieder auf die Straße gehen können.
- Haltbarkeit: Das Typ 2 zu Typ 2 Ladekabel besteht aus hochwertigen Materialien (TPU + Kupfer) und hat eine IP65 wasserdichte und staubdichte Bewertung, die entwickelt wurde, um Sonnenlicht, Wasser und extremen Temperaturen (-30 °C bis 50 °C) standzuhalten. Dies gewährleistet, dass das ladekabel auto auch nach häufigem Gebrauch haltbar und zuverlässig bleibt.
- Einfach zu tragende Tasche: Die mitgelieferte Tragetasche ermöglicht Ihnen eine einfache Aufbewahrung und Transport Ihres mennekes ladekabel typ 2. Sie können es immer bei sich haben, wenn Sie es brauchen, ob zu Hause, bei der Arbeit oder unterwegs. Das EVDANCE ladekabel typ 2 11kw bietet drei Kabellängen (6m, 8m und 10m), um den unterschiedlichen Anforderungen an Parkplätze und Ladepunkte gerecht zu werden.
OBD2 für Ladekurvenanalyse, s.o.
10. Fazit: Mit den richtigen Maßnahmen bares Geld sparen
Mit dem richtigen Verständnis von Ladeverlusten und Ladekurven lassen sich leicht mehrere Hundert Euro pro Jahr einsparen. Gerade im Winter steigen Ineffizienzen deutlich an, weshalb Temperatur, Ladeleistung und Laden über 80 % die größten Kostentreiber sind.
Wer seine Ladegewohnheiten anpasst, eine effiziente Wallbox installiert und nur hochwertige Kabel nutzt, kann die Ladeverluste dauerhaft minimieren.
Zusammengefasst lassen sich Ladeverluste um bis zu 40 % reduzieren – ohne Komfortverlust.
Dr. Jens Bölscher ist studierter Betriebswirt mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Er promovierte im Jahr 2000 zum Thema Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft und hat zahlreiche Bücher und Fachbeiträge veröffentlicht. Er war langjährig in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt 14 Jahre als Geschäftsführer. Seine besonderen Interessen sind Innovationen im IT Bereich.