Wer eine Photovoltaikanlage besitzt und ein Elektroauto fährt, stellt sich früher oder später die Frage: Wie kann ich mein E-Auto möglichst günstig mit eigenem Solarstrom laden? Genau hier kommt das sogenannte PV-Überschussladen ins Spiel.
In diesem Artikel erklären wir verständlich, wie PV-Überschussladen funktioniert, welche Technik nötig ist, welche Wallboxen geeignet sind und wie das Ganze in der Praxis aussieht – inklusive typischer Fehler und realistischer Einsparungen.
1. Was bedeutet PV-Überschussladen?
Beim PV-Überschussladen wird das Elektroauto nur dann geladen, wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugt, als im Haushalt aktuell verbraucht wird. Statt diesen überschüssigen Strom günstig ins Netz einzuspeisen, wird er direkt ins Fahrzeug geleitet.
Das Ziel ist klar: möglichst viel selbst erzeugten Solarstrom selbst verbrauchen und teuren Netzstrom vermeiden.
2. Warum ist Überschussladen 2025 besonders sinnvoll?
- Strompreise aus dem Netz liegen oft bei 30–40 Cent/kWh
- Einspeisevergütung bringt nur ca. 7–8 Cent/kWh
- E-Autos haben große flexible Speicher (die Batterie)
- moderne Wallboxen können dynamisch regeln
Jede Kilowattstunde, die direkt ins Auto fließt, spart bares Geld.
3. Voraussetzungen für PV-Überschussladen
Für echtes Überschussladen reichen eine Steckdose und ein Ladeziegel nicht aus. Folgende Komponenten sind notwendig:
- Photovoltaikanlage
- Elektroauto mit einstellbarer Ladeleistung
- PV-fähige Wallbox
- Energiemanager oder Steuerung
- intelligenter Stromzähler (Smart Meter)
Optional, aber sinnvoll: ein Batteriespeicher.
4. Welche Wallboxen sind für Überschussladen geeignet?
Normale Wallboxen laden meist mit fixer Leistung (z. B. 11 kW). Für PV-Überschussladen braucht es Modelle, die ihre Ladeleistung dynamisch anpassen können – oft ab 1,4 kW aufwärts.
Wichtige Funktionen
- dynamische Ladeleistung
- PV-Modus / Überschussmodus
- Kommunikation mit Energiemanager
- Phasenumschaltung (ein- / dreiphasig)
Beispiel einer PV-fähigen Wallbox
- MISST PV-ÜBERSCHUSS – leitet die Daten an die connect series Wallboxen (connect.home, connect.solar und connect.business) für das PV-Überschussladen. In Kombination mit dem integrierten Solarmanager der Wallbox connect.solar ist auch dann PV-Laden möglich, wenn der Solarertrag niedrig ist.
- KOSTEN SPAREN – Mit dem PowerMeter ist ein kostspieliges Home Energy Management System nicht nötig.
- ROBUST UND KOMPAKT – Aus glasfaserverstärktem Polyamid. Abmessungen ohne Stecker: 88 x 35 x 65 mm. Kabeldurchmesser 3,8 mm und Kabellänge 1 m.
5. Steuerung & Energiemanager – das Herzstück
Die Wallbox allein reicht nicht aus. Eine Steuerung misst kontinuierlich:
- PV-Erzeugung
- Hausverbrauch
- Einspeisung / Netzbezug
Auf Basis dieser Daten wird die Ladeleistung des Autos angepasst. Die Kommunikation erfolgt häufig über:
- Modbus TCP
- OCPP
- Hersteller-eigene Schnittstellen
Beispiel Energiemanager / Steuerung
- Hochwertiges Design: 32A DC-Schutzschalter, 2-polig 32A, wasserdichtes Gehäuse IP65. Sicher für Heim-Solaranlagen, kommerzielle Solaranlagen. Kostenlose Systemauslegung und technische Unterstützung für netzunabhängige Solarsysteme und netzgekoppelte Systeme.
- New Energy Partners: DC 12-500V Schutz für - und + Pole oder AC 90-500V Schutz für L und N Pole, für die Installation zwischen Solarmodulen und Solarladereglern, sowie zwischen Solarmodulen und Wechselrichtern. PV-Solartrennschalter werden auch in Solaranlagen für Wohnwagen, Boote und netzunabhängige Solarsysteme eingesetzt.
- Hohe Sicherheit: Die Solarschalter bieten ein umfassendes Sortiment an Trennschaltern, die mit Blick auf die Sicherheit entwickelt wurden. Eignen sich ideal für alle elektrischen Trennungsanforderungen wie Wartung, Instandhaltung, Installation und Inspektion. Der Schalter besteht aus PC-Material, ist flammhemmend und hat eine erstklassige Isolierung, Hitzebeständigkeit, Säure- und Laugenbeständigkeit.
- Perfekte Eigenschaften: kompaktes Design, geeignet bei begrenztem Platzangebot. Lastunterbrechung bis zum 8-fachen des Nennstroms, daher ideal für die Isolierung von Solarmodulen.
- Der Leistungsschalter ist für den Netzanschluss ausgelegt. Photovoltaische Solaranlagen und netzunabhängige Solarstromanlagen. Wohnwagen solar. Hält ein europäisches Geschmacksmuster.
6. Praxisbeispiel 1: Überschussladen ohne Speicher
Ausgangslage
- PV-Anlage: 10 kWp
- kein Batteriespeicher
- E-Auto wird tagsüber zu Hause geladen
Die PV-Anlage erzeugt mittags 8 kW, der Haushalt verbraucht 2 kW. Der Überschuss von 6 kW wird automatisch an die Wallbox weitergegeben. Die Ladeleistung passt sich laufend an Wolken und Verbrauch an.
Vorteil: sehr günstiger Solarstrom.
Nachteil: funktioniert nur bei Anwesenheit tagsüber.
7. Praxisbeispiel 2: Überschussladen mit Speicher
Ausgangslage
- PV-Anlage: 10 kWp
- Batteriespeicher: 10 kWh
- E-Auto wird abends geladen
Der Energiemanager priorisiert zunächst den Haushalt, dann den Speicher und schließlich das E-Auto. Überschussstrom wird intelligent verteilt.
Vorteil: flexiblere Ladezeiten.
Nachteil: etwas geringerer direkter PV-Anteil fürs Auto.
8. Typische Fehler beim PV-Überschussladen
- Wallbox ohne PV-Funktion gekauft
- fehlender oder falsch konfigurierter Stromzähler
- Mindestladeleistung des Fahrzeugs unterschätzt
- Speicher blockiert den Überschuss
Eine saubere Planung verhindert Frust und Mehrkosten.
9. Kosten & Einsparpotenzial
- PV-fähige Wallbox: ca. 700–1.200 €
- Energiemanager / Steuerung: ca. 300–800 €
Je nach Fahrleistung können jährlich 500–1.000 € Stromkosten eingespart werden, wenn überwiegend mit Solarstrom geladen wird.
10. Fazit: Für wen lohnt sich PV-Überschussladen?
PV-Überschussladen lohnt sich 2025 für fast alle Haushalte mit PV und E-Auto. Besonders attraktiv ist es für Menschen, die:
- regelmäßig tagsüber zu Hause sind
- hohe Strompreise vermeiden wollen
- ihren Eigenverbrauch maximieren möchten
Mit der richtigen Wallbox und einer passenden Steuerung wird das Elektroauto zum perfekten Speicher für Solarstrom – effizient, günstig und zukunftssicher.
Dr. Jens Bölscher ist studierter Betriebswirt mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Er promovierte im Jahr 2000 zum Thema Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft und hat zahlreiche Bücher und Fachbeiträge veröffentlicht. Er war langjährig in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt 14 Jahre als Geschäftsführer. Seine besonderen Interessen sind Innovationen im IT Bereich.